Alles begann mit CHAOS.
Sommer 2018. Vor nur wenigen Tagen habe ich mich von meiner bisher längsten Beziehung getrennt. Wir hatten zwei tolle Jahre zusammen und haben gemerkt, dass wir zwei komplett unterschiedliche Dinge vom Leben wollen. Zwar hatten wir unsere Zukunft geplant, wann und wo wir welches Haus bauen, wie viele Kinder wir haben wollen und all die Details, die man sich vorstellen könnte. Aber was in unserer inneren Welt vor sich ging war einfach grundlegend verschieden. Trotzdem war es die schwerste Entscheidung meines Lebens.

Nach 2-3 Monaten der Heilung, des Abklingens und Realisierens, dass wir unsere Zukunft nicht miteinander verbringen werden, war ich mit mir selbst wieder im Reinen.
Ich habe angefangen, wieder zu daten und wusste, dass ich bald wieder eine Partnerin haben werde, weil ich die Zeit des Einsamseins nach einer Trennung vor Jahren schon erlebt hatte. Es war nicht besonders begehrenswert.

Ich hatte verschiedene Dates und habe direkt beim ersten Date angesprochen, was ich möchte im Leben – aber auch wie ich ticke. Dasselbe von meinem Date zu erfragen hat direkt viel Klarheit geschaffen und Vertrauen aufgebaut.

Im November hatte ich dann ein Date mit Julia. Sie hat mich in vielerlei Hinsicht begeistert & fasziniert und wir hatten eine so unglaubliche Zeit zusammen, dass ich mich entschlossen habe, mich weiterhin mit ihr zu treffen. Auch wenn sie keine Beziehung wollte. Wir haben abgesprochen, dass ich etwa in einem halben Jahr eine Beziehung möchte und für den Moment absolut fine bin, wenn wir uns einfach nur daten.

Es war in Ordnung, nicht direkt in die Beziehung zu hüpfen, sondern uns einfach mal 3, 4 oder 5 Monat nur zu daten. Wir waren dadurch unglaublich offen und entspannt miteinander.

Doch ich hatte schon im September beschlossen, dass ich um Europa segeln werde, wie auch Silvester bei meiner Schwester in Irland verbringen werde. Nachdem Julia und ich uns aber auch wiedersehen wollten, habe ich sie kurzerhand eingeladen, mich in Irland für 1 Woche zu besuchen.

Seitdem waren wir Skifahren in München und nach meiner 2 monatigen Thailandreise 2 Wochen zusammen in London, wo wir unsere Beziehung dann offiziell gemacht haben. Im Juli hat sie dann ihr Versprechen von unserem 2. Date wahrgemacht und ist mit mir zusammen 1 Monat lang an der Küste von Holland, Belgien und Frankreich gesegelt. Zusammen zu reisen, besonders in extremen Situationen wie dem Segeln in einem Sturm haben uns beiden ein riesen Vertrauen gegeben und uns noch näher zusammenwachsen lassen.

Selbst wenn wir uns teils mehrere Wochen nicht sehen, halten wir unsere Verbindung immer aufrecht durch fast tägliches Telefonieren, Skypen oder Sprachnachrichten. Was uns allerdings den meisten Halt gibt, ist unsere Vision für die Zukunft. Nach unserer Reise in die USA im Oktober und November werden wir im Januar für ca. 12 Monate nach Amsterdam ziehen und unseren Wohnort alle 6-12 Monate wechseln, bis wir das Fleckchen Erde gefunden haben, was uns am besten gefällt, um dort unser Familienleben zu beginnen.

Diese Vision ist es, die uns jeden Tag Stärke, Freude und Leidenschaft gibt, selbst wenn wir voneinander entfernt leben. Unsere Vision, die wir beide lieben und die gleichzeitig so real ist!

Denn wie es ein gutes Buch zitiert:
“Without a vision, people perish”

geschrieben und eingeschickt von Gabriel Knies

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